18.10.2017 - Der Mann für alle Fälle

 

Seit Februar dieses Jahres besteht die Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen». Dort ist der Leiter des Tiefbauamtes, Ueli Anderfuhren, eine wichtige Person. Er ist das Bindeglied zwischen Gemeinderat, Arbeitsgruppe und den Appenzeller Bahnen sowie dem Kanton. Im Zusammenhang mit den diversen Bahnprojekten vertritt er die Interessen der Gemeinde bei der Dorfgestaltung.

Es ist eine intensive Zeit für Ueli Anderfuhren. Neben den vielen anderen laufenden Projekten in Teufen beschäftigt ihn das Projekt der Appenzellerbahnen und dessen Folgen für die zukünftige Gestaltung des Dorfes tagtäglich. Trotzdem wirkt sein Büro aufgeräumt und der 61-Jährige erstaunlich gelassen. «Die Verhandlungen mit den Appenzeller Bahnen und dem Kanton sind auf gutem Weg», sagt Anderfuhren stolz. Wichtig sei, dass während der gesamten Bauzeit Übergangslösungen geschaffen werden, in welcher Form auch immer.

Entscheide vorbereiten

In der Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen» ist Anderfuhren das Bindeglied zwischen der Gemeinde einerseits und den Appenzeller Bahnen und dem Kanton andererseits mit ihren verschiedenen Projekten. Er nimmt in seiner Funktion als Leiter des Tiefbauamtes an den verschiedenen Projektsitzungen teil. Dort arbeitet er an den fachtechnischen, organisatorischen und finanziellen Herausforderungen mit, bringt Ideen ein und kämpf für gute Lösungen für die Betroffenen. Dabei gehe es, wie er sagt, nicht nur um Verkehrsberuhigung, Verlegung von Werkleitungen oder gute Parkierungslösungen sondern auch um neue Wege und Infrastrukturen für Fussgänger und Velofahrer.

Dass die Bevölkerung bis jetzt noch wenig über die Tätigkeiten der vom Gemeinderat letzten Februar eingesetzten Arbeitsgruppe hörte, liegt nicht etwa an einer schlechten Kommunikation sondern vielmehr daran, dass bis jetzt noch keine wesentlichen Entscheide gefällt werden konnten. Die Arbeitsgruppe war und ist bis jetzt damit beschäftigt, Vorarbeiten vorzunehmen und die nun in den nächsten Wochen und Monaten anstehenden Entscheide vorzubereiten. Anderfuhren ist auch regelmässig bei den Verhandlungen mit den Grundeigentümern dabei. Er stellt fest, dass ohne deren abschliessende Zusicherungen eine Orientierung der Öffentlichkeit bis anhin gar nicht möglich war. Ueli Anderfuhren versichert jedoch, dass umfassend informiert wird, sobald Entscheide getroffen werden. «Alles andere wäre der Sache nicht dienlich», ist er überzeugt. Anderfuhren legt Wert darauf, dass er die Verhandlungen nicht alleine führt. Die Gesprächsführung hat – wenn es um Projekte der Bahn geht – die Bahn. Bei diesen Verhandlungen bringt er jedoch mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung die Interessen der Gemeinde ein. Im Sinne der Sache sei es wichtig, einen gemeinsamen Nenner zu finden, mit dem alle leben können.

Beeinträchtigungen für das Gewerbe

Die Planungen für die Doppelspur der Appenzeller Bahnen und die Neugestaltung des Dorfzentrums werden in den kommenden eineinhalb Jahren parallel vorangetrieben und dabei eng koordiniert. Der Leiter des Tiefbauamtes ist überzeugt, dass die Projekte auf gutem Weg sind und der Zeitplan sowie die gesteckten Ziele eingehalten werden können. Dies sei auch dank der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten möglich. Denn, so Anderfuhren weiter: «Unsere Anliegen, also die Anliegen der Gemeinde, werden von der Bahn sehr ernst genommen. Es ist ein Teamwork, auch wenn nicht wir die Bauherrschaft sind». Ein besonderes Anliegen ist für ihn das Gewerbe. Ziel müsse sein, dass die Geschäfte während der Bauphase so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Man könne auch den Bauablauf beeinflussen. Aber auch mit den zu treffenden Massnahmen werde es für die Gewerbetreibende nicht einfach werden, gibt Anderfuhren zu Bedenken. Die nächsten vier Jahre werde in Teufen intensiv gebaut. Das Ziel ist, beide Projekte zeitgleich bis Ende 2021 oder 2022 zu realisieren. Die Projekte Kreisel/Bahnhof sollten 2018/2019 abgeschlossen sein. Ab 2020 wird dann die Ortsdurchfahrt folgen. Ob Anderfuhren bis zum Abschluss der Projekte auch noch in seinem Büro anzutreffen ist, lässt der 61-Jährige offen.

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Ueli Anderfuhren trat 1993 in die Dienste der Gemeinde Teufen ein. Er ist gelernter Tiefbauzeichner und absolvierte das Technikum in Winterthur. Als Gemeindeingenieur obliegt ihm die Leitung des Tiefbauamtes. In dieser Funktion ist er u.a. auch Mitglied der Arbeitsgruppe «Gestaltung Dorfzentrum Teufen».