22.11.2017 - Koordinieren, Aufträge erteilen, entscheiden

 

Die Arbeitsgruppe Gestaltung Dorfzentrum hat sich in den letzten Monaten vor allem mit der möglichen Entwicklung im Bereich Bahnhof Ost, dem Bahnhofareal und mit dem Parkierungskonzept befasst. Oberstes Gebot dabei ist, mit den Appenzellerbahnen (Bahnhof) und dem Kanton (u.a. Kreisel) eng zusammen zu arbeiten.

Nur so ist gewährleistet, dass keine Doppelspurigkeiten und darausfolgend unnötige Kosten entstehen. Die Planungen für die Doppelspur und die Neugestaltung des Dorfzentrums sind deshalb koordiniert angegangen worden und werden parallel vorangetrieben. Das Ziel ist, die Projekte aufeinanderabgestimmt bis Ende 2021 oder 2022 zu realisieren. 

Mögliche Entwicklungen aufzeigen

Wie bereits berichtet, wurden Studierende des fünften Semesters der Hochschule Technik und Wissenschaft Chur (HTW) beauftragt, mögliche Entwicklungen beim Bahnhof Ost und im Dorfzentrum aufzuzeigen. Ebenso sollen Lösungen im Zusammenhang mit den Parkplätzen in die Semesterarbeit einfliessen.

Erste Zwischenergebnisse liegen vor. Diese müssen nun konkretisiert werden. Die Studierenden werden ihre Arbeiten Ende Januar 2018 der Arbeitsgruppe vorstellen. Allfällige Massnahmen aus den Vorschlägen fliessen dann in die weiteren Arbeiten ein. Die Ergebnisse der Semesterarbeiten sollen öffentlich zugänglich gemacht werden.

Parkieren in Teufen

Die Arbeitsgruppe widmet sich intensiv dieser Frage. Dabei ist zu klären, wie viele Parkplätze künftig zur Verfügung stehen sollen. Für die Parkierung beim Bahnhof braucht es auf jeden Fall nach der Bauphase eine Zwischenlösung. Dabei muss darauf geachtet werden, dass für das Funktionieren des Bahnhofs und des Park and Ride zusätzliche Parkplätze benötigt werden.

Verbindungsweg Ost: Mehr Sicherheit für Schüler

Die Idee der Arbeitsgruppe für die neue Verbindung zwischen Speicher- und Landhausstrasse würde vor allem Kindern einen sicheren Schulweg ermöglichen. Dadurch müsste das Gleis auf dem Weg vom Dorf ins Landhaus und retour nicht mehr gequert werden. Die Projektänderung wurde letzten Monat dem Bundesamt für Verkehr eingereicht. In diesem Zusammenhang hat die Steuerungsgruppe Ortsdurchfahrt Teufen entschieden, die ursprünglich im Plan ausgewiesene fünf Meter hohe Stützmauer aus dem Projekt zu streichen. Mit einer steileren Böschung, welche mit Betonriegeln gesichert wird, braucht es nur noch eine wesentlich kürzere und niedrigere Stützmauer. Diese ermöglicht weiterhin eine Überbauung der hinterliegenden Parzellen.

Baumemorandum

Die AG Gestaltung Dorfzentrums hat ein Baumemorandum in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die aktuellen Gebäudestrukturen zu erfassen und daraus mögliche Dorfentwicklungen abzuleiten. Der Auftrag wurde an Prof. Christian Wagner von der HTW Chur erteilt. Er kennt Teufen und hat solche Arbeiten bereits für andere Gemeinden ausgeführt. Aus den Vorjahren bestehen bereits verschiedene Analysen und Nutzungskonzepte früherer Arbeitsgruppen, die in ein solches Baumemorandum einfliessen werden.

Das Baumemorandum ist ein Instrument, um die Baukultur zu fördern. Es soll Orte und Situationen in Teufen definieren, denen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Es analysiert diese Orte und leitet daraus eine Zielsetzung ab. Dabei muss auch die Frage beantwortet werden können, worauf es gestalterisch zu achten gilt und welche baulichen Elemente fortzuführen sind, um den Dorfcharakter zu wahren oder weiterzuentwickeln. Das Baumemorandum wird eine Grundlage für weitere Entscheide innerhalb der Arbeitsgruppe sein.

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VORANZEIGE

Am 14.Februar 2018 findet um 19.30 Uhr im Lindensaal eine öffentliche Orientierung statt. Darin wird auch über den Stand der Dorfzentrumsgestaltung informiert.

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